Kiss Kiss Bang Gang an der Vernissage vom 22. September 2016 Kiss Kiss Bang Gang an der Vernissage vom 22. September 2016 Kiss Kiss Bang Gang an der Vernissage vom 22. September 2016 Kiss Kiss Bang Gang an der Vernissage vom 22. September 2016 Kiss Kiss Bang Gang an der Vernissage vom 22. September 2016 Kiss Kiss Bang Gang an der Vernissage vom 22. September 2016 Kiss Kiss Bang Gang an der Vernissage vom 22. September 2016 Kiss Kiss Bang Gang an der Vernissage vom 22. September 2016 Kiss Kiss Bang Gang an der Vernissage vom 22. September 2016 Kiss Kiss Bang Gang an der Vernissage vom 22. September 2016 Kiss Kiss Bang Gang an der Vernissage vom 22. September 2016 Florian Hunziker eröffnet die Ausstellung im Hauptsitz der SBB in Bern Florian Hunziker eröffnet die Ausstellung im Hauptsitz der SBB in Bern Florian Hunziker eröffnet die Ausstellung im Hauptsitz der SBB in Bern Florian Hunziker eröffnet die Ausstellung im Hauptsitz der SBB in Bern Florian Hunziker eröffnet die Ausstellung im Hauptsitz der SBB in Bern Florian Hunziker eröffnet die Ausstellung im Hauptsitz der SBB in Bern Florian Hunziker eröffnet die Ausstellung im Hauptsitz der SBB in Bern
 

Die Ausstellung "ew1plus urban living art" dauert bis zum 21. Oktober 2016. Das Foyer im Längsbau HS3 ist öffentlich zugänglich und Montag bis Freitag von 7:30 bis 18:00 Uhr offen. Sehen Sie sich die fünf schönsten Ew1plus Vitrinen an.

Ort: SBB Hauptsitz in Bern-Wankdorf, im Foyer Längsbau HS3, Hilfikerstrasse 3, 3000 Bern 65

 

Der Zug hält an. Mit der kräftigen rechten Hand schwenke ich den Hebel, und ich falte die schmale Tür an die Leibung, bevor ich den tannengrünen Wagen über die drei Tritte verlasse.
Geschätzte Frauen, geschätzte Männer,
ich heisse Sie herzlich Willkommen zu meiner Vernissage. Ich freue mich aussenordentlich, hier in Bern-Wankdorf im Hauptsitz der SBB ihnen meine neuen EW1plus Vitrinen zeigen zu dürfen.
Mein Name ist Florian Hunziker. Ich bin Schreiner und betreibe die Schreinerei Möbelpunktanders in Frauenfeld.
Das Möbel mit den Original-Scheiben aus den Einheitswagen aus den 60er und 70er Jahren stelle ich Ihnen vor.
Das Möbelstück hat ein Gesicht, indem das Oval des Glasausschnittes am Korpus symmetrisch angeordnet ist. Durch die Sichtbarkeit der Verbindungen und Beschläge und durch die Komponenten aus Stahl, Glas und Gummi stellt sich die Verbindung zum Maschinen- und Fahrzeugbau sofort ein. Die Gläser sind Original-Scheiben aus der Einheitswagen Typ EW1 und EW2 der SBB, gebaut zwischen 1956 und 1976. In den Einstiegstüren waren sie verbaut. Die 5mm dicken gehärteten Gläser upcycle ich dabei.
Beim Exemplar im Eingang sind weitere Originalteile aus Eisenbahnwagen zur Geltung gebracht worden. Finden Sie heraus Welche? Sicher haben Sie bemerkt, dass es sich bei den Griffen um die Fensterknöpfe handelt. Und natürlich das blaue Schild „nicht öffnen bevor der Zug hält“.
Die Korpusse sind aus Sperrholz konstruiert und mit diversen Lacken beschichtet. Glastablare sind auf das Mass hergestellt worden. Industriell gefertigte Scharniere wurden sichtbar oder unsichtbar verwendet. Das Fussgestell aus gewalztem Stahl hebt das Möbel auf die richtige Höhe und der identisch ausgebildete Kranz schliesst das Ganze ab.
Was macht jede einzelne Vitrine zum Unikat?
Am Anfang steht eine Idee.
Der Anblick des Möbels soll einem zum Beispiel in jene Zeit zurückversetzen, wo der Bahnfahrer zwischen Raucher und Nichtraucher auswählen konnte. Auf der Suche nach einem freien Vierer-Abteil musste man nach einer halben Wagenlänge die Glastür aufdrücken. Es riecht nach frischem oder abgestandenem Tabak-Rauch, und man bemerkt, dass auch die Polsterfarbe von Grün auf Rot gewechselt hat.
Als Gestalter der Möbel suche ich dann nach Farben und Formen, nach Oberflächenbehandlungen und Schriftzügen, welche dieses Gefühl optimal hervorrufen. Es geht dabei nicht um die exakte Wiedergabe des Originals, sondern um Charakter.
Graffiti auf Möbeln, das ist es.
Ich arbeite gerne mit Ralph Hospenthal zusammen.
Wie er sprayt ist professionell. Er beherrscht es, Objekte fotorealistisch darzustellen. Zum Beispiel gelingt es ihm, ein brennendes Zündholz mit seinem verkohlten Kopf in 100facher Grösse zu sprayen. Sehen Sie Sich die Vitrine mit dem Eisvogel genauer an! Kunst aus der Spraydose. Sie ist unsere Neueste. Zweimal ist mir ein Eisvogel dieses Jahr begegnet. Einmal an der Murg und einmal an der Töss. Wer den eleganten Flug und das Federkleid in blau und orange einmal beobachtet hat, der vergisst den Augenblick nie mehr.
Auf einem Abstellgleis habe ich gesehen, wie die alten Eisenbahnwagen zur Verschrottung bereit stehen. „Eigentlich schade, wenigstens aus den schönen ovalen Fenstern könnte man noch etwas machen“ habe ich mir gesagt.
Seither sind mehr als zwei Jahre vergangen, unzählige Arbeitsstunden in Studien investiert, eine Ausnahmebewilligung und einen Lizenzvertrag unterschrieben worden, und acht Vitrinen entstanden.
Ich habe ihnen den Namen EW1plus gegeben. EW1 stent für den 1249-fach produzierten Einheitswagen 1 durch die SIG und plus für die weitere Existenz des Glases in Form eines Möbels.
Jetzt stehen 5 Kunstwerke da. Bunt, eigenständig. Ich finde, für ein Möbel deren Gläser schon Millionen von Kilometern hinter sich haben, ist eine Oberflächengestaltung mit Charakter unerlässlich.
Möchten Sie noch etwas wissen über die Möbel? Sind Fragen?
Es ist Ihnen gestattet die Möbel anzufassen. Die Tür springt auf, indem Sie im obersten Bereich kurz drücken.
Ich hoffe, die Ew1plus Vitrinen gefallen Ihnen.
Wer sich für den Kauf entscheidet, der kann vom gratis Lieferdienst nach Abschluss der vierwöchigen Ausstellung profitieren. Die Preise für die Möbel entnehmen Sie bitte den Katalogen, die hier aufliegen.
Für Alle gewähre ich ab dieser Ausstellung 10% Hauptsitzrabatt.
Es lohnt sich auch an der Finissage vom 21. Oktober teilzunehmen. Gemeinsam können wir um 16:30 Uhr die Ausstellung abschliessen.
Ich bedanke mich recht herzlich bei Frau Bartolotti und den SBB, die diese Ausstellung möglich gemacht haben. Weiter bei Herrn Leuenberger und Herrn Koller für die Spende der Scheiben. Dann möchte ich mich bei meinen Helfern Richard Werder, Jonas Kleier, Ralph Hospenthal und meiner Familie bedanken. Die Musikschule Unteres Worblental hat die Vernissage heute besonders umrahmt. Die Band Kiss Kiss Bang Gang sind; Julian, Eric und Timo. Den Apéro Hat Frau Beck vom Gira-Restaurant organisiert.
Nun sind alle herzlich dazu eingeladen, mit einem Glas Wein anzustossen. Bitte- bedienen Sie Sich.

Ungekürzte Fassung der Ansprache von Florian Hunziker an der Vernissage vom 22.September 2016 in Bern-Wankdorf.

 

Gerne gebe ich Auskunft. Auf Voranmeldung zeige ich Ihnen die aktuelle Ausstellung.
 Florian Hunziker –  – Telefon 078 689 38 80